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Reformationsjubiläum 1517 - 2017

RSSPrint

LANGER TAG DER FREIHEIT am 10.9.2017

Der Beitrag, den die Reformation zur Herausbildung der Moderne geleistet hat, ist umstritten. Folgt man dem Urteil des Historikers Heinz Schilling hat die Refor­mation die religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Europa vorangetrieben sowie Toleranz und Pluralismus befördert – beides entgegen ihrer ursprünglichen Absicht; vor allem aber hat sie wesentlich zur Aufwertung des Gewissens und zur Herausbildung des modernen Freiheitsbegriffes beigetragen.
Für Martin Luther galt: ein Christenmensch ist frei und Niemand untertan. Zugleich wusste er: ein Christenmensch ist durch die Verantwortung gebunden, die er oder sie für den Nächsten und  für das Wohl des Gemeinwesens trägt.
Daraus entsteht eine Spannung, die nicht aufhebbar ist und gestaltet werden muss. Am „Langen Tag der Freiheit“ soll dieser Einsicht nachgegangen werden – mit Lesungen, Gottesdiensten, Podiumsgesprächen, Musik  und Theater, in Kirchengemeinden, Museen und Bildungseinrichtungen.
Unter dem Motto ERRUNGENE FREIHEIT – GEFÄHRDETE FREIHEIT wird daran erinnert: das Eintreten für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie ist Aufgabe aller Staatsbürger, ob sie Christen sind, einer anderen Religionsgemeinschaft angehören oder sich selbst als konfessionslos bezeichnen. Unter dem Motto FREIHEIT DES GLAUBENS  wird daran erinnert:  den Glauben frei bekennen zu können, in Gottesdienst, Gebet, mit künstlerischen Mitteln und durch öffent­liches Engagement in unserer Gesellschaft ist ein Grundrecht, das es zu schützen gilt, zum Wohle aller.
Ich danke allen beteiligten Institutionen für ihr Engagement und lade Sie
herzlich ein zum „Langen Tag der Freiheit“.

Ihr Pfr. Dr. Bernd Krebs

Letzte Änderung am: 28.07.2017